09 Mai 2012

Wenn´s einfach wär, könnt´s jede Maschine – Social Media Monitoring dominantes Thema des Medienbeobachterkongress 2012

Der diesjährige Medienbeobachterkongress stand ganz im Zeichen von Social Media Monitoring (SMM). Die meisten Besucher, egal ob aus Kommunikationsabteilungen von Unternehmen oder von Agenturen und Beratungen der Medienbeobachterbranche, waren sehr an Antworten zu Möglichkeiten und Grenzen von SMM interessiert.

Diese Fokussierung auf Social Media und Web Monitoring hatte aber auch ihr Gutes: Mächtigkeit und Grenzen des Social Media Monitoring wurden vielfach dargestellt – aus unterschiedlichen Perspektiven und mit Praxisbeispielen aus verschiedenen Unternehmen. Die große Spannbreite der spezifischen Anforderungen seitens Unternehmenskommunikation, Marketing und Unternehmenssicherheit ist dabei sehr klar geworden.

Da sich viele Unternehmen in einem Lernprozess zur strategischen Einordnung und Nutzung von Social Media befinden, traf der Kongress „den Nerv der Zeit“.

Der complexium-Vortrag (Dr. Hanna Huber) wurde gut aufgenommen und mündete in einer angeregten Diskussionsrunde, die sich bis in die folgende Pause verlängerte. Lesen Sie hier, was die Zuhörer für sich an praktischen Beispielen und Learnings mitnehmen konnten:

Michael Scheuermann, News and Issue Management, BASF:

„Hanna Huber erlaubte in Ihrem Vortrag einen Blick in die Reporting – Systematik von complexium und konfrontierte die ZuhörerInnen mit den Haken und Ösen des Geschäftes der Datenerhebung im Social Web. Kein penetrantes Selbstlob, keine dürre Abstraktion störte. Vielmehr unterhielt die Sache, machte klüger und zeigte ganz nebenbei: In dieser Beratung scheint der Kunde gut aufgehoben zu sein.“

André Friese, Group Security Policy, Deutsche Telekom:

„Für Sicherheitsfragen ist es wichtiger, tatsächlich die wenigen „Golden Nuggets“ – also potentiell kritischen Postings – zu finden, als viele Beiträge klassifiziert zu bekommen. Insofern war es sehr aufschlussreich, wie Frau Huber von complexium den Mehrwert der hoch entwickelten computer-linguistischen Methoden an Beispielen erläutert hat. Wir werden weiter auf hybride Methoden – also den intelligenten Mix Mensch-Maschine setzen. Denn rein quantitative Reportings helfen uns gerade am Anfang eines Issues, einer Krise oder einer aufziehenden Gefahr eben nicht.“

Yasan Budak, VICO Research & Consulting GmbH:

„Mit Begriffsanalyse auf Basis semantischer Netze sind wertvolle Insights zu neuen Themen zu erhalten, die man „noch nicht auf dem Schirm“ hat. Insbesondere, weil die User oft anders diskutieren als sich Marketing oder Corporate Communications das vorstellen. Die Methoden von complexium, die Frau Dr. Huber heute auf den Medienbeobachterkongress anschaulich dargestellt hat, generieren hier einen deutlichen Mehrwert.“

=> bei Interesse senden wir Ihnen den Vortrag gerne zu, Kontaktmail s. unten.

Offensichtlich fordern Unternehmen bei ihren Agenturpartnern immer mehr Kompetenzen und Leistungen hinsichtlich Social Media Monitoring an. Entsprechend war der Bedarf gerade auch bei Agenturen sehr groß, hier Wissen aufzubauen und Leistungen anzubieten.

Diese Marktentwicklung trifft jedoch auf die „harten“ Realitäten des Social Media Monitoring:

  • Das Social Web ist mehr als Facebook und Twitter, – auch wenn deren Marketing das erfolgreich so positioniert hat; Foren und Blogs zählen auch zum Social Web und gerade diese sind für viele Themen hoch relevant.
  • Schon die Datenerfassung bietet etliche Fallstricke, was Vollständigkeit, Ausschluss von Spam oder auch „Real-time“-Anforderungen betrifft.
  • Das Verstehen, was Zielgruppen inhaltlich meinen und diskutieren, kann eine voll-automatisierte Erfassung und Analyse nicht leisten.
  • Sowohl für relevante Insights aus großen Datenmengen, als auch für das Finden der „Golden Nuggets“ bei Sicherheitsthemen und Reputationsrisiken ist der Mensch in der Analyse und Interpretation unersetzlich.

Das überrascht nicht wirklich, sollte aber als Warnung vor einer „Illusion der Kontrolle“ dienen. Dieser unterliegen Kommunikationsabteilungen schnell und – aus verständlichen Convenience- und Effizienz-Wünschen heraus – auch gerne.

„Beware of too convenient analysis and cheap insights“ könnte man das zusammenfassen.

Was meinen Sie dazu?

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns – in diesem Blog oder direkt unter KONTAKTADRESSE: Dr. Michael Faustino Bauer, unter faustino@complexium.de

About complexium

Die complexium GmbH bietet seit 2004 Dienstleistungen im Bereich Social-Media-Analyse und Social-Media-Monitoring. Innovative Software-Produkte, professionelle Workshops und diverse Beratungsleistungen ergänzen das Angebot. Eine Übersicht über unsere Produkte finden Sie hier.

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