24 Jun 2013

<!--:de-->Was ist das Social-Media-Engagement für Pharmaunternehmen wert?<!--:-->

Der zweite Beitrag unserer Pharma & Social Media Serie befasst sich mit dem Thema: „Was ist das Social-Media-Engagement für Pharmaunternehmen wert?“.

Risiken

Pharmaunternehmen befürchten zu viel Risiko und steigen nur langsam in die Social-Media-Welt ein. Die häufigsten Angst-Faktoren sind die folgenden:

  • das Risiko Verantwortung übernehmen zu müssen, für den Inhalt den Verbraucher erstellen,
  • die fehlende Überschaubarkeit im Bezug auf den ROI in Social-Media,
  • das undefinierte Verfahren mit den unerwünschten Arzneimittelwirkungsmeldungen.

Sind also die Vorteile des Social-Media-Engagementses es wert, die Risiken einzugehen?

Niemand mag es, wenn hinter seinem Rücken über ihn gesprochen wird. Im Social-Web tauschen sich Patienten in Foren, auf Facebook und auf Twitter aus. Ein Teil dieser Diskussion betrifft die Pharmaunternehmen und deren Produkte. Eine Social-Media-Strategie gibt den Unternehmen die Möglichkeit an der Diskussion teilzunehmen.

Social-Media ist aber kein neuer Marketing-Kanal. Es gibt mehr zu gewinnen als gesteigerte Verkaufszahlen. Das Engagement der Verbraucher, das nur mit einer bestimmten Marketing-Aktion verbunden ist, fällt hier aus. Über die sozialen Medien können die Unternehmen das Netz der Leute ausbauen, die ihre Kommunikation hören wollen und dafür Interesse haben. Langfristig.

Social Intelligence

Der erste Vorteil von Social-Media ist die Möglichkeit den eigenen Verbrauchern zuzuhören. Zum Beispiel bietet ein eigenes Forum rund um einen Indikationsbereich dem Unternehmen die Möglichkeit, eine eigene Zielgruppen-Community zu bauen und die Erfahrungen der Patienten mit der Krankheit kennenzulernen. So können die Unternehmen die Bedürfnisse, Probleme, Entscheidungsprozesse, Informationsmängel und Vorschläge der Zielgruppen aufnehmen.

Heranbilden

Social-Media ist ein neuer Kanal, um den Verbraucher auszubilden. Der Kanal erlaubt den Unternehmen schnell auf die Bedürfnisse und Informationsmängel der Patienten und der Ärzte zu reagieren. Das Engagement, besonders wenn Patienten und Ärzte besser informiert werden, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass beide in Zukunft als Brand Advocates auftreten. Das ist besonders hilfreich falls eine Kommunikationskrise auftaucht.

Vertrauen gewinnen

Eine eigene Präsenz im Social-Web ist auch ein Image- und Vertrauensgewinn. Das Unternehmen, das sich als Partner positioniert, zeigt, dass es sich für seine Zielgruppe interessiert.

Wofür?

Social Intelligence, Bildung der Zielgruppen und Image- und Vertrauensgewinn durch Social-Media-Engagement erlauben den Pharmaunternehmen gezielter ihre Kommunikation zu entwickeln. Social-Media-Präsenz erhöht auch die Brand Awareness und bietet eine Möglichkeit die öffentliche Gesundheit voranzubringen.

ROI

Die Wirkung der Social-Media-Aktivität lässt sich nicht einfach quantifizieren. Man kann die Anzahl der Likes, Anmeldungen, Shares, reTweets, … aufnehmen. Dies liefert aber kein komplettes Bild, welches die Social-Media-Kapazitäten zeigt. Ein Gewinn den Social-Media bringt, ist vielleicht mit der Teilnahme an der Chamber of Commerce-Versammlungen vergleichbar, nur global gesehen.

Keine Wahl

Die Patienten aus der Generation, die mit den sozialen Medien aufgewachsen ist, sind schon jetzt eine der Zielgruppen der Pharmaunternehmen. In Zukunft kommen Pharmaunternehmen deswegen nicht drum herum, über die sozialen Medien mit ihren Zielgruppen zu kommunizieren.

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Bleiben Sie dran! Nächste Woche erfahren Sie mehr zum Thema Social-Media-Strategien für Pharmaunternehmen anhand deutscher Beispiele“ mit Alexandra Urban, Analystin bei complexium.

About Stefanie Kahls

Stefanie Kahls ist Communications Director. Ihre E-Mail-Adresse lautet stefanie.kahls(at)complexium.de.

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