08 Aug 2011

Personalmarketing und Social Media: Sind Sie Scotty oder Spock?

Das eventuell größte Manko der mitunter selbst ernannten Digital Natives ist, dass sie die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise verpasst haben. (Wahrscheinlich konnten sie auch kein Faible für Inspector Columbo entwickeln und müssen sich mit CSI herumschlagen – aber das ist eine andere Geschichte.)

Der neuzeitlichere Film „Stargate“ macht das Defizit besonders deutlich: Irgendwie bekommen die Helden dieses Raumzeitsprungdings wieder flott, haben dann aber keine Vorstellung, was sie woauchimmer dort erwartet, wie sie in dieser anderen Welt kommunizieren sollten, oder gar was ihre eigentliche Mission sein könnte. Ein Schelm, der hier schon einen Bezug zu aktuellen, unternehmerischen Social Media-Abenteuern herstellt.

Wie anders aber die Crew der Enterprise um Captain James T. Kirk: „On a mission to explore strange new worlds, to seek out new life forms and new civilizations, to boldly go where no one has gone before …“

Es gilt, damals wie heute, im Dialog die eigenen Werte in den zunächst noch fremden Raum zu tragen. So stellte Kirk vor einer planetarischen Annäherung sicher Fragen wie: „Worüber wird im Zielsystem gesprochen? Wie werden wir wahrgenommen?“ – Eine Explorationsaufgabe für den Navigator, Security und Tactical Officer Pavel Chekov (ein Russe! Damals!!).

Auf Basis dieser Insights kam Spock ins Spiel, der First und Science Officer: „Wo und wie wir am Besten andocken können“ war Ergebnis seiner Elaboration.

„Wir“ muss dann genauer spezifiziert werden: „Wer soll hinuntergehen und den Dialog aufnehmen?“ Ohne die Ertüchtigung und Betreuung durch den Chief Medical Officer Dr. Leonard „Pille“ McCoy war aber kaum etwas zu machen.

Erst dann kam die Technik zum Zuge: Von der heimischen Brücke wurden die Protagonisten in eine „strange new world“ gebeamt. Dort waren sie Gast und benahmen sich meistens auch so. Verantwortlich für die technische Infrastruktur zeichnete Chief Engineer und Second (!) Officer Montgomery „Scotty“ Scott.

Dort vor Ort und zwischen den Welten – quasi von Gast zu Gastgeber – war die Kommunikation der entscheidende Faktor im Enter-Prozess. Erst später kamen die Laserschwerter. Der Chief Communications Officer der Enterprise Nyota Penda Uhura war übrigens eine Frau, die zudem von Martin Luther King zum Verbleib in der Serie überzeugt wurde.

Auf diesem eingespielten Profilreigen gründete sich in quasi allen Folgen der gute Ausgang der zu bestehenden Abenteuer, „where no one has gone before“.

Da dieses Muster perfekt auf den 5E-Fahrplan (Explore – Elaborate – Enable – Establish – Enter) zum Aufbau von (Personal)Marketing im Social Web passt, sei hier doch den Social Media Managern und Strategen unter den Lesern empfohlen, ihre eigene Bandbreite zu ergründen: Ist das Ensemble komplett oder das eigene Vorgehen beispielsweise stark Scotty-lastig („Technik first“) … PS: Oftmals wird es so sein.

Vielleicht ein Impuls zur Reflektion. Sie brauchen auch in der Enterprise 2.0 ein Spektrum an Qualitäten, um Erfolg zu haben. Denn ein fluchtartiges „Scotty, beam me up!“ funktioniert im Social Web nicht. Allerdings wurde dieses geflügelte Wort in der Serie nie verwendet. Captain James T. Kirk war ein exzellenter Manager.

Lesen Sie den Artikel auf W&V.

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