19 Nov 2010

Arbeitgeber im Social Web: Wo wir stehen. Wie es weiter geht.

Intensivseminar 18./19.11.2010

Es sind einige wenige Begriffe und scheinbare Notwendigkeiten, auf die sich die Social Media-Diskussion zuzuspitzen scheint: Facebook und Twitter. Je mehr Fans und Follower, desto besser arbeitet das Personalmarketing, desto stärker wird die Arbeitgebermarke hinausgetragen. So erscheint in der – weit verbreiteten und zu Recht – bestehenden Unsicherheit ein einfacher Handlungsstrang als Ausweg.

Wenn wir allerdings eine substantielle Strategie für unsere Arbeitgebermarken entwerfen wollen, dann reicht kein Twitter-Kurs. So gilt es zunächst, das Social Web als tatsächliche Dialogrevolution zu verstehen und aufzunehmen. Ein solcher potenziell und wünschenswerterweise zweiseitige Dialog bietet deutlich mehr als nur weitere Sendekanäle: Es besteht nun die Möglichkeit, seinen Zielgruppen per manueller Sichtung oder strukturierter Social Media Analyse sehr direkt zuzuhören und diese in der Folge besser zu erreichen.

Wer aber im Social Web nur zu sich nach Hause, d. h. auf die eigenen Informationsseiten einlädt, betritt die Räume seiner Zielgruppen nicht. Social Web funktioniert immer dort am besten, wo der Arbeitgeber zu Gast und nicht Gastgeber ist. Unternehmen sollten diese Chancen auf Zugang aktiv nutzen. Wer diese Dialoge jedoch nur ausgewählten „Botschaftern“ überlässt, der riskiert seine Glaubwürdigkeit – denn Diplomaten sind nicht authentisch: Authentizität ist jedoch der Qualitätsanspruch erfolgreicher Arbeitgeberkommunikation.

An diesem Anspruch muss sich die Personalseite messen lassen. Um ihn zu erreichen müssen Kollegen aus den Fachbereichen gewonnen werden, um ihre Erfahrungen, aber auch Erwartungen an Kandidaten transparent zu machen und nach draußen zu tragen. Damit rückt die interne Verankerung der Arbeitgebermarke in den Mittelpunkt. Ein lediglich aufgesetztes Statement hält der öffentlichen Diskussion nicht stand und wird korrigiert. Die gestiegene Vergeltungsmacht ist das Pendant zum faktischen Kontrollverlust.

Die Gestaltung und Betreuung der internen Kommunikationsprozesse manifestiert für die allermeisten HR-Bereiche einen Entwicklungssprung. Es müssen neuartige Vorgehensmuster aufgebaut und eingeführt werden. Damit stellt die Social Media-Dialogrevolution keinesfalls nur Anforderungen für das Agieren und Teilnehmen im Social Web in den öffentlichen Diskussionsbereichen, die die Deutungsmacht der Unternehmen herausfordern. Weitergehend wird eine Teilnahme gefordert: Die interne Stärkung der Dialogfähigkeit wird zur notwendigen Bedingung, um im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Zielgruppen nicht zurück zu fallen.

Diese Perspektive ohne Leitplanken, inhaltliche Tiefe und strategisches Rahmenkonzept anzugehen, hieße seinen Erfolg im War for Talents allein von den möglichen Fehlern der anderen abhängig zu machen.

Wie auch Sie Ihre Arbeitgebermarke im Social Web strategisch und zielorientiert steuern, das ist das Thema des neuen Intensivseminars „Arbeitgebermarke im Social Web – Erfolgreiches Employer Branding im digitalen Raum“, das complexium zusammen mit der Deutschen Employer Branding Akademie konzipiert hat.

Auszug aus dem Programm:

  • Grundlagen Employer Branding und Social Web
  • Impulsfeuerwerk „Arbeitgebermarke im Social Web“
  • Matrix „Planungs- und Handlungsfelder“
  • Blaupause „So steuern Sie Ihre Arbeitgebermarke im Social Web“
  • Matrix „Kennzahlen und Messinstrumente“
About complexium

Die complexium GmbH bietet seit 2004 Dienstleistungen im Bereich Social-Media-Analyse und Social-Media-Monitoring. Innovative Software-Produkte, professionelle Workshops und diverse Beratungsleistungen ergänzen das Angebot. Eine Übersicht über unsere Produkte finden Sie hier.

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