04 Apr 2011

Aktuelle Informationsdefizite und Themenentwicklungen im Blick der Social Media Analyse

Artikel von Prof. Dr. Martin Grothe im PR-Blogger:

Es gibt Zeiten, in denen sich die Ereignisse zu überschlagen scheinen und die Themenagenda fortwährend neu sortiert werden muss. Der Beobachter muss sich im “Wellenreiten” auf den Issue-Kurven versuchen, um halbwegs einen Überblick zu behalten. Die Bewertung vieler Entwicklungen ist im Grunde genommen die Domäne von Historikern und Fachkreisen oder aber geschieht oftmals erstaunlicherweise schnell ”aus dem Bauch heraus”.

In einer Art Best-of-Variante, die eine zeitnahe und ausgewogene Beurteilung erlaubt, soll hier in einigen Facetten angedeutet werden, dass die breite digitale Diskussion sowie darauf aufbauende Social Media Analysen auch die betroffenen Akteure mit einem Mehr an Einblick und Einordnung versorgen können. Im günstigsten, zielorientierten Fall sogar mit klaren Ableitungen für die eigene Verhaltens- und Kommunikationsstrategie. Grundlage ist die Abbildung und Analyse der Themenkarrieren im digitalen Raum.

Der Fall Guttenberg war einfach – das Ereignis schnell zu verstehen und explosionsartig breit zu kommentieren. Andere Issues verhalten sich differenzierter, zeigen auch, dass das Internet eben doch ganz unterschiedliche Bereiche aufweist und eine Fokussierung auf soziale Netzwerke und Freundes- oder Follower-Anzahlen mitunter nur einen sehr begrenzten Blick auf das Geschehen wirft. Es gilt, dass Themenkarrieren sich nicht nur an ihrer Intensität und Tonalität festmachen lassen, sondern auch Kontext und Informationsgehalt eine Rolle spielen.

Bereits in einem vorangegangenen Beitrag war dargestellt worden, wie stark sich die Plagiatsaffäre in Nutzerdiskussionen niedergeschlagen hatte. Betrachtet man etwa das Geschehen in populären Diskussionsforen großer Nachrichtenportale, hier  beispielsweise Spiegel-Online, dann zeigt sich im Zeitablauf ein mehrgliedriger Verlauf der Aufmerksamkeit von der Entdeckung bis zum Rücktritt. Erstaunlicherweise führt auf der gleichen Quellenbasis das – faktisch unendlich gewichtigere – japanische Mehrfachdesaster nur zu einem sehr überschaubaren Beitragsaufkommen.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier.

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